Freispruch für den Kaffee
12. März 2013 | Kein Kommentar

In den kalten und dunklen Monaten trinkt man ja bekanntlich noch mehr Kaffee als üblich. Mit mehr oder weniger schlechtem Gewissen. Eng verbunden mit dem Begriff Kaffee sind Polyphenole und das Koffein.

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Haarausfall bei Frauen – Wundermittel gibt es nicht

1. September 2010 Kein Kommentar

Haarausfall bei Frauen - Wundermittel gibt es nichtHaarausfall (Alopezie) betrifft aktuellen Zahlen zufolge 40 Prozent aller Frauen. Sie suchen Rat und Hilfe. Eines vorweg: Wundermittel gibt es nicht, wohl aber erfolgversprechende Therapien. Volles Haar steht für Attraktivität, natürliche Schönheit und Selbstbewusstsein. Schwindet das Haupthaar, kann das die Betroffenen in große Verzweiflung stürzen. Das ist verständlich, aber kontraproduktiv. Deshalb: Nicht den Kopf verlieren, sondern auf Ursachenforschung gehen – am besten mit professioneller Unterstützung.

Das ist zielführender als Selbstversuche mit angeblichen “Wundermitteln”, die nicht immer das halten, was sie versprechen. Zudem geht wertvolle Zeit verloren, was die Betroffenen nur unnötig zermürbt. Experten empfehlen deshalb, generell keine Haarwuchsmittel ohne vorherige Untersuchung beim Arzt zu kaufen. Der folgende Beitrag erklärt, warum dies ein guter Rat ist.

Haarwachstum im Zyklus der Natur

Bei Wikipedia ist nachzulesen, dass Haare außerhalb der Kopfhaut biologisch tot sind. Stimmt, doch unter der Kopfhaut geht im Normalfall die Post ab, denn das Haarwachstum selbst ist ein höchst dynamischer Prozess, der zyklisch in drei Phasen unterteilt ist: Die Wachstumsphase (Anagen), die Umbauphase (Katagen) und die Ruhephase (Telogen). In der Regel befinden sich 80 Prozent der Haare in der Wachstumsphase. Der Lebenszyklus eines Haares beträgt ungefähr sieben Jahre. In dieser Zeit verändern sich Haarqualität und -struktur. Diese Informationen dürften das allseits bekannte Bad Hair-Phänomen erklären. Hinzu kommt, dass Stärke, Länge und Qualität der Haare nicht zuletzt von Geschlecht, Genetik und Alter abhängen. Darüberhinaus reagieren Haare auf verschiedene Einflüsse und Faktoren. Auch saisonal bedingt kann es zu vorübergehendem Haarausfall kommen. Forscher des Universitätsspitals Zürich haben beispielsweise beobachtet, dass Frauen im Sommer vorübergehend besonders viele Haare verlieren. Fazit: Die Ursachen von Haarausfall sind vielfältig. Deshalb ist eine fundierte Ursachenforschung enorm wichtig, damit Betroffenen zielgerichtet geholfen werden kann. Es gilt die bewährte Reihenfolge: Erst die Diagnose, dann die Therapie.

Warum Haare schwinden

Hormonelle Schwankungen – etwa in der Schwangerschaft oder in der Zeit der Wechseljahre, Krankheiten und Medikamente, aber auch erbliche Dispositionen, Stress, einseitige Ernährung, chemische Reize oder psychische Belastungen können die Haarwurzeln negativ beeinflussen, wodurch im Extremfall die Wachstumsphase vorzeitig beendet wird. Bedingt durch die darauf einsetzende Ruhephase wird diese Schädigung allerdings erst zeitversetzt erkennbar. Auch Kopfhautprobleme, etwa Kopfjucken oder Schuppen, können zu Haarausfall führen. Wer Haarprobleme hat, muss den Dingen auf den Grund gehen und Geduld haben, denn auch die beste Therapie braucht Zeit, damit sie wirken kann. In der Regel sollten Betroffene mit drei bis sechs Monaten rechnen, bis sich etwas tut. Wundermittel, die schnelle Erfolge versprechen, sind vor diesem Hintergrund kaum mehr als ein therapeutische Zufallstreffer.

Haarausfall aus anderen Perspektiven betrachtet

Wer zum Thema Haarausfall recherchiert, findet höchst unterschiedliche Erklärungen und Therapieansätze. So sehen Naturheilkundler die Ursachen in einer Störung, die den ganzen Organismus betrifft. Auch von Energiedefiziten, Übersäuerung, verschlackten Haarböden und Nährstoffmangel ist die Rede. Entsprechend breit ist die Lösungspalette, die von der Darmsanierung über eine Ernährungsumstellung bis hin zur Einnahme bestimmter Wirstoffe und Substanzen (Brennesselextrakt, Kieselerde, Koffein, Biotin, Nachtkerzenöl usw.) reichen. Es überrascht nicht, dass Empfehlungen in Richtung Haarausfall vor allem bei nicht verschreibungspflichtigen Produkten kontrovers diskutiert werden, zumal jede Theorie ihre Anhänger und Gegner hat. Betroffene sollten deshalb vorab gut überlegen, wem sie vertrauen und in welche Therapie sie investieren wollen.

Wann Haarausfall behandlungsbedürftig ist

Wer vorübergehend ein paar Haare mehr als sonst in Kamm oder Haarbürste findet, muss sich noch keine Sorgen machen. Gleiches gilt für eine leichte Lichtung des Kopfhaares bzw. des Scheitels, beides ist meistens auf den normalen Alterungsprozess zurückzuführen – und wir alle wissen: Alter ist keine Krankheit, sondern der natürliche Lauf des Lebens. In und nach den Wechseljahren dünnt das Haar etwas aus, weil der Körper nur noch wenige Östrogene produziert. Erst bei einem Verlust von mehr als 100 Haaren täglich, der wochenlang anhält, ist es nötig, initiativ zu werden. Gleiches gilt bei kreisrundem Haarausfall, der unbedingt ärztlich abgeklärt werden sollte.

Arten des Haarausfalls, diagnostische Maßnahmen und Therapien

Die häufigsten Arten des Haarausfalls sind laut netdoktor.de hormonell-erblicher Haarausfall (androgenetische Alopezie oder Alopecia androgenetica), kreisrunder Haarausfall (Alopezia areata) und diffuser Haarausfall. Männer leiden zu 95 Prozent unter erblich bedingtem Haarausfall, bei Frauen ist meistens ein veränderter Hormonspiegel für den Haarzustand verantwortlich. Professionelle Hilfe bekommen betroffene Frauen bei Dermatologen, Trichologen (Trichologie = Teilgebiet der kosmetischen Dermatologie, die sich mit Haar- und Kopferkrankungen befasst) oder Gynäkologen. Manche Fachärzte bieten spezielle Haarsprechstunden an, in denen sie gezielt auf die Probleme des pathologischen Haarausfalls eingehen.

Ob nun Haarsprechstunde oder klassisches Facharztgespräch – das Prozedere ist wie folgt: Nach der Anamnese (Erhebung der Vorgeschichte) und der körperlichen Untersuchung werden spezielle diagnostische Maßnahmen eingeleitet (Haaranalyse, Haarwurzelstatusuntersuchung, Hormonstatusmessung, Blutanalyse usw.). Auf der Basis der vorliegenden Resultate können nun Medikamente verschrieben bzw. Therapien verordnet werden. Neben einer individuellen Hormonbehandlung werden vielfach Minoxidil (Haartinktur), Finasterid (Tabletten) und 17-Alpha-Estradiol (Haartinktur) empfohlen. Die ersten beiden Präparate sollen ihre Wirksamkeit in Studien nachgewiesen haben. Manche Patienten machen auch gute Erfahrungen mit Kombinationspräparaten, die unter anderem Zink und Biotin (Vitamin H) enthalten, obwohl deren Wirksamkeit bislang nur teilweise wissenschaftlich bestätigt wurde.

Neue Ansätze zur Behandlung der Haarausfall-Problematik werden derzeit untersucht, etwa eine Behandlung mit Botulinumtoxin A zur Reduzierung der Spannung der Kopfmuskulatur. Zu stramme Kopfmuskeln stehen im Verdacht, die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Haarfollikel so zu beeinträchtigen, dass Haarausfall entstehen kann. Es ist davon auszugehen, dass neue Therapien zu gegebener Zeit für Aufmerksamkeit sorgen werden, denn Haarausfall bleibt ein Dauerthema.

Tipp: Gut vorbereitet zum Facharztgespräch

Auf der themenspezifischen Informationsseite www.haar-ausfall.com der Firma Merz wird ein Fragenkatalog zum Haarausfall angeboten. Wer diesen vorab ausdruckt und ausgefüllt zum Arzttermin mitbringt, unterstützt den Arzt wesentlich bei der Anamnese. Die so gesparte Zeit kann wiederum in eine gute Beratung investiert werden.

Ein Beitrag von Maria  Franic



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