Anti Aging Ernährung für den Körper
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Anti Aging Ernährung für den Körper

1. Heidelbeeren – die blauen Wunderpillen

Alle Beeren - ob Brombeere, Johannisbeere, Erdbeere oder Himbeere haben eine hohe Anti-Aging-Wirkung. Das Flaggschiff unter den antioxidativen Beeren sind Heidelbeeren. Die kleinen blauen Beeren enthalten leicht lösliche Kohlenhydrate, erfrischende Fruchtsäuren und eine Unzahl an Vitaminen und Mineralstoffen.

Beinahe spektakulär ist die Heilkraft der Heidelbeeren jedoch für die Haut. Eine Heidelbeertinktur lindert juckende und nässende Hautausschläge, Bartflechten und Ekzeme.

Wer regelmäßig Heidelbeeren konsumiert, bewahrt sich durch die starke Radikalenfängerwirkung lange Zeit einen jugendlich straffen und strahlenden Teint.

Genießen Sie Heidel- und andere Beeren frisch mit Joghurt oder im Obstsalat. Probieren Sie Beeren im Vollwertkuchen oder als Muffin. Eine Besonderheit der Heidelbeeren dabei ist es, dass die ganzen Früchte beim Kuchenbacken ihre Form behalten. Eine gute Alternative zu frischen Beeren sind außerhalb der Saison beerige Fruchtaufstriche.

2. Oliven – das Öl der ewigen Jugend

In der Kosmetik wird Olivenöl gerne verwendet, denn es verbessert als nicht trocknendes fettes Öl die Elastizität der Haut. Dass Olivenöl viel mehr kann, wurde zwar lange Zeit vermutet, konnte aber erst durch moderne Forschungsmethoden nachgewiesen werden. Verantwortlich dafür sind die in den Pflanzenstoffen enthaltenen Kohlenwasserstoffe, die freie Radikale neutralisieren. 

Olivenöl reduziert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, indem es das Verhältnis zwischen dem schlechten Blutfett LDL und dem gutem Blutfett HDL verbessert und das Gesamtcholesterin senkt. Darüber hinaus schützt Olivenöl auch vor dem „inneren Brand“, den unsichtbaren Mikroentzündungen in der Haut, die uns vorschnell alt aussehen lassen. Die wichtigste Substanz im Olivenöl ist Hydroxytyrosol. Dieses ist 50-mal stärker antioxidativ wirksam als Vitamin C.

Für einen optimalen Anti-Aging-Effekt sollten Sie Olivenöl deshalb in Ihre tägliche Ernährung integrieren. Die enthaltenen Antioxidantien und die wertvollen Fettsäuren wirken sich schon in kürzester Zeit wohltuend auf den Zustand Ihrer Haut aus. Die Zellregeneration wird optimiert, die Haut optimal mit Nährstoffen versorgt. Das Resultat: Ein glatter und geschmeidiger Teint.

3. Soja – das asiatische Geheimnis für ein langes Leben

Dass Liebhaber der Asiaküche die Lizenz für ein langes und gesundes Leben haben, ist unumstritten. Asiatische Frauen leiden kaum unter Wechseljahrebeschwerden, von denen fast jede europäische Frau betroffen ist. Sie haben während der hormonellen Umstellung weiniger Beschwerden, da sie Ihrem Körper über das Soja im Speiseplan täglich genügend Isoflavone, also östrogenhaltige Substanzen, zuführen. So bleiben bei regelmäßigem Sojakonsum nicht nur die Knochen stabiler und die Gefäße frei von Ablagerungen, auch die Haut bleibt jünger und straffer.

Die in Soja erhaltenen Phytoöstrogene sind eine hochpotente Anti-Aging-Waffe, denn Hormone sind ein wichtiger Schlüssel zur ewigen Jugend. Die pflanzlichen Östrogene, die man in Soja gefunden hat, ähneln in ihrer chemischen Struktur menschlichen Östrogenen. Regelmäßig konsumiert können Sie die Alterserscheinungen der Haut, die durch den ab dem 35. Lebensjahr stetig sinkenden Spiegel des weiblichen Hormons Östrogen verursacht werden, verzögern. 

4. Tee – die Quelle der ewigen Jugend

Sie suchen ein Anti-Aging-Getränk, das kalorienarm, wohlschmeckend, günstig und überall erhältlich ist? Brühen Sie sich eine Tasse Tee auf. Er deckt nicht nur Ihren Flüssigkeitsbedarf auf äußerst gesunde Weise, sondern schützt dank des hohen Gehalts an Antioxidantien auch wirkungsvoll vor Zellschäden.

Das wirkungsvollste im Tee erhaltene Flavonoid gehört zur Gruppe der Katechine und trägt den Namen Epigalokatechin Gallat. Er ist als Radikalenfänger 20-mal leistungsstärker als Vitamin C.

Besonders wohltuend ist regelmäßiger Teegenuss aber für das äußere Erscheinungsbild der Haut. So fand man heraus, dass die in Grüntee erhaltenen Polyphenole vor sonnenbedingten Hautschäden schützen.

Aktuelle Untersuchungen belegen auch die große Bedeutung der in Tee erhaltenen Vitamine und Mineralien als Antifaltenschutz. Wichtig dafür sind im Tee erhaltene Vitamin C sowie die Spurenelemente Zink, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Teetrinken sorgt also auf kostengünstige, dauerhafte und einfach verfügbare Weise für eine glatte Haut.

5. Tomaten – der Jungbrunnen für die Haut

Kaum jemand weiß, dass der vertraute Paradeiser eine wahre Anti-Aging-Bombe ist. Sie enthält hunderte wohltuende Inhaltsstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Der in der Tomate enthaltene Wirkstoff Tyrosin sorgt darüber hinaus für gute Laune. 

Das besondere aber ist, dass Tomaten neben Melonen die einzig relevante Quelle für Lycopin sind. Lycopin ist ein mächtiger Radikalenfänger. Gerade spektakulär ist die Wirkung von Lycopin auf die Haut. Die in den Tomaten erhaltene Kombination aus Lycopin und Vitamin C verlangsamt die Hautalterung. Freie Radikale werden neutralisiert, die Zellen wirksam geschützt.

Das gute an dem Wirkstoff Lycopin ist, dass dieser auch beim Kochen und Weiterverarbeiten erhalten bleibt. Dadurch sind auch Dosentomaten und fertige Pasta-Soßen reich an diesem Anti-Aging-Wirkstoff. Besonders konzentriert ist Lycopin in Ketchup. Fertigketchup ist allerdings meist stark gezuckert. Alternative: selber machen.

6. Walnüsse – ein Feuerwerk an positiven Wirkstoffen

Walnüsse, aber selbstverständlich auch andere Nüsse wie Macadamia, Haselnüsse usw., sind wahre biologische Bomben an positiven Wirkstoffen, denn in ihnen steckt das ganze Potenzial der Pflanze.

Die positiven Effekte von Walnüssen auf die Haut sind wissenschaftlich bewiesen. Walnüsse haben einen besonders hohen Melatoningehalt. Melatonin ist ein Schlafhormon, das in der Nacht auch die Haut besonders regenerieren lässt. Deshalb ist es unbedingt empfehlenswert, drei Nüsse als Betthupferl zu sich zu nehmen, was in der chinesischen Medizin schon lange bekannt ist. 

Eine Hand voll Walnüsse (zirka 50 g) decken den Tagesbedarf eines erwachsenen an so genannten Omega-3-Fettsäuren. Das sind jene uns bereits wohlbekannten lebensnotwendigen Fettsäuren, die der Körper nicht selbst produzieren kann und die er daher mit der Nahrung aufnehmen muss, damit unsere inneren, unsichtbaren Entzündungen in Schach gehalten werden.

7. Wein – Schutzschild vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

In Wein liegt nicht nur die Wahrheit, sondern auch die Gesundheit. Wer insbesondere Rotwein in Maßen genießt, vermindert das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung drastisch. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt daher täglich ein bis zwei Achtel Wein für Frauen und zwei bis drei Achtel Wein für Männer.

Das Anti-Aging-Geheimnis des Weins ist simpel: Trauben enthalten rund zwanzig verschiedene Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren und antiinflammatorische Substanzen enthalten; diese befinden sich in der Schale und in den Kernen. Je dunkler die Traube, desto höher der Anteil dieser wohltuenden Flavonoide. Das wichtigste Flavonoid heißt Resveratrol. Aufgabe dieses Radikalfängers ist es, die Weintraube vor Pilzbefall und hoher Sonneneinstrahlung zu schützen.

Resveratrol ist so der Star unter Anti-Aging-Substanzen, weil es nicht nur gesundheitsfördernd wirkt, sondern auch tatsächlich lebensverlängernd ist.

Wer keinen Alkohol mag, kann seinen Resveratrolbedarf teilweise auch  mit rotem Traubensaft oder dunklen Rosinen decken. Zusätzlich gibt es in der Apotheke auch Nahrungsergänzungskapseln mit Resveratrol.

8. Wildlachs – ein Reservoir an Omega-3-Fettsäuren

Fisch – und hier der Wildlachs als Aushängeschild – ist das einzige Lebensmittel, für das die Devise gilt: je fetter, desto besser. Grund dafür: die im Fisch erhaltenen Omega-3-Fettsäuren. Diese sorgen dafür, dass der Körper genügend stabile Zellmembranen aufbaut. Gesunde Zellen schützen nämlich nicht nur vor allen gängigen Zivilisationskrankheiten, sie sind auch die Grundlage eines jugendlichen Aussehens.

Tatsächlich sind wir mit Omega-3-Fettsäuren aber schlicht und einfach unterversorgt. Kaum jemand nimmt mehrmals pro Woche fetten Fisch zu sich. Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren führt aber rasch zu vagen Symptomen wie trockene Haut, brüchige Haare und Fingernägel.

Nutzen Sie Ihrer Haut zuliebe die natürlichen Omega-3-Fettsäureressourcen und bauen Sie diese regelmäßig in Ihren Speiseplan ein. Besonders gesund ist Wildlachs, aber auch Tunfisch, Sardinen, Heringe, Forellen, Austern und Muscheln sind gute Alternativen. So sorgen Sie für ein strahlendes, geschmeidiges Hautbild. Der Lipid-Gehalt der Haut bleibt in Balance, Falten und Fältchen werden vermieden.

Weitere Informationen finden Sie in dem Buch von Prof. Dr. Markus Metka und Dr. Johannes Neuhofer
Die Kosmetik-Revolution: Schönheit kommt von innen