Osteoporose Vorbeugung
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Bewegung und die richtige Ernährung tun den Knochen gut

Immer mehr Frauen, aber auch Männer sind von Osteoporose betroffen. Die Dimension einer Volkskrankheit ist längst erreicht, allein das öffentliche Bewusstsein fehlt. In viel zu wenigen Köpfen ist der Gedanke zur rechtzeitigen Vorsorge verankert. Dabei ist es ganz einfach: Regelmäßige Bewegung und ein gesunder Lebensstil mit richtiger Ernährung tun den Knochen gut und verringern das Risiko für andere Zivilisationskrankheiten.

Das Skelett eines erwachsenen Menschen besteht aus knapp über 200 Knochen, die sich in einem ständigen Auf- und Abbauprozess befinden. Unser Stützapparat gleicht förmlich einer Baustelle, um sich Belastungen schnell anpassen zu können. Die Voraussetzung dafür bieten die Knochen selbst. Sie sind gut durchblutet und zeigen eine hohe Stoffwechselaktivität. Genau genommen brechen wir uns ständig die Knochen. Nur merken wir davon nichts, da meist nur Mikrostrukturen betroffen sind und die körpereigenen Reparaturmechanismen bei einem gesunden Menschen rasch zur Heilung beitragen.

Volkskrankheit Osteoporose

Zwischen 25 und 30 Jahren ist der Mensch knochenmäßig in Topform, dann erreicht er das so genannte "Peak Bone Mass", die maximale Knochendichte. Es ist eine genetisch festgelegte Erscheinung, dass die Knochen ab dem 35. Lebensjahr kontinuierlich an Festigkeit und Dichte verlieren. Der Verlust beträgt rund ein Prozent pro Jahr.

Bei Osteoporose aber handelt es sich um eine massive Störung des Knochenstoffwechsels, die bewirkt, dass überdurchschnittlich viel Knochenmasse schwindet, der Aufbau der Knochen nicht mehr funktioniert und die Stabilität leidet. Dieses gestörte Gleichgewicht zwischen Knochenneubildung und Knochenabbau führt zu einer verminderten Belastbarkeit und erhöhten Neigung zu Knochenbrüchen, besonders von Speiche und Oberschenkelhals. Typische Kennzeichen der Osteoporose sind der Rundrücken, Verlust an Körpergröße oder chronische Schmerzzustände.

Nach Schätzungen leiden allein in Österreich 700.000 Menschen an Knochenschwund. Besonders betroffen sind Frauen nach Einsetzen der Wechseljahre, wenn die Östrogen-Produktion versiegt und die Knochensubstanz dadurch schneller schwindet.

Gesunder Lebensstil als Prophylaxe

Der Aufbau der Knochen ist je nach genetischer Veranlagung unterschiedlich und kann durch die Art der Lebensführung deutlich beeinflusst werden. Als Risikofaktoren gelten Untergewicht, übermäßiger Alkohol- und Nikotingenuss, Bewegungsmangel, einseitige Ernährung, ständige Diäten, die Einnahme von bestimmten Medikamenten und Krankheiten, bei denen Osteoporose als Nebenerkrankung auftritt.

Laut der Dipl. Ernährungsberaterin und Kinesiologin Silvia Janata, die selbst von Knochenschwund betroffen ist und das Ernährungskonzept Vita-Eat zur Osteoporosevorsorge entwickelt hat, lässt sich Osteoporose zu 80 Prozent auf Veranlagung und zu 20 Prozent auf den Lebensstil zurückführen.

"Mit einer gesunden Lebensführung kann sehr viel erreicht werden", meint auch Univ.-Prof. Dr. Anita Rieder. Sie ist Präsident des Vereins Altern mit Zukunft und betreut gemeinsam mit dem Osteologen Univ.-Prof. Dr. Heinrich Resch die Initiative LebensBasisKnochen, die das Thema Osteoporose in der Öffentlichkeit verankern will.

Es gibt also Faktoren, die unverrückbar sind, wie steigendes Alter und familiäre Vorbelastung. So macht es Sinn, bei den Punkten ansetzen, die jeder selbst beeinflussen kann, um die Krankheit zu verhindern oder zu entschärfen. Gesundheitsfördernde Bewegung ist einer dieser Faktoren.

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Quelle: www.wecarelife.at
Bild: © Bernd Boscolo / PIXELIO